Beispiel-Seite

Im Gesicht

Blaue Flecken im Gesicht
Das Wissen was, haben wir nicht
Als dann die Erkennis kam
Und das Schicksal wieder seinen Lauf nahm
Da war groß die Not
Wir dachten es wäre alles in Lot
Kleine Tränen im Gesicht
Warum so gestraft, wissen wir nicht
Es wird alles gut
Wir haben Mut.

Dasein

Keine Angst, Du wirst ´s schon schaffen,
wenn die Wunden jetzt auch klaffen,
wenn das Glück scheint jetzt nicht nah,
keine Angst, bin für Dich da.

Hast Du Kummer, dann kannst Du ´s mir sagen,
willst Du nicht, werd ich Dich nicht fragen,
und willst Du still weinen, dann weine Dich aus,
werd Dich dann nicht fragen, geh leise hinaus.

Doch willst Du mir wirklich was erzählen,
mußt nicht den rechten Zeitpunkt erst wählen,
Komm in meinen Arm und lehne dich an,
ich höre Dir zu und helf´, wenn ich kann.

Angst

Eine Mutter begleitet Ihr Kind Tag für Tag, teilt den Spaß, doch auch Kummer und Leid.
Und sie bangt und zittert, hat Angst vorm Versagen, so geht es die ganze Zeit.

Sie behütet ihr Kleines, selbst wenn es schon groß.
Und sie hofft immer still, mag´s gesund seien bloß.

Aber kommt eines Tages eine Schreckensbotschaft ins Haus,
so weiß Mutter, Vater nicht ein, nicht aus.

Und die Liebe und Wärme, der gute Zufluchtsort,
werden ständig kleiner, ganz ohne ein Wort.

Jedoch nicht, weil es nun keine Liebe mehr gibt,
sondern weil jeder Angst hat, wenn er liebt.

Gefühle haben die besseren Argumente

Ich kam, sah und siegte, ein bedeutender Satz,
er birgt in sich einer Weisheit Schatz.

Ich kam dazu, völlig unerfahren,
ganz unerheblich, wieviel schon an Jahren
ich auf meinen Schultern und Beinen trug
ich kam dazu, das ist genug.

Ich sah, nicht ich hörte und dies ganz genau,
ich sah und ich spürte, Intuition einer Frau?
Nicht verbal nahm ich wahr, Worte Schall und Rauch,
ich sah und ich spürte, Schlüsse zog ich auch.

… und ich siegte, weil ich gesehen
und weil ich kam, kann nun nicht gehen.
und ich siegte, weil des Menschen wahres Gesicht
man sieht und spürt, hören tut man es nicht.