Leb wohl sagen

Ja, es tut weh, lebe wohl zu sagen,
wenn innerlich alles schreit,
Stillschweigend, ohne noch nachzufragen,
leise und ganz ohne Streit.

Die Frage, die jeder sich sicher stellt,
warum dann leb´wohl, ohne Grund?
Die Antwort ohne Aha-Effekt fällt,
du warst einfach nicht gesund.

Meine Tage, so bunt und erlebnisreich,
so streßig und unerhört voll,
sind trotzdem einer dem anderen gleich,
oft gefragt, was ich ohne Dich soll.

Damit du bei mir bleibst

In diesem Saal
Der Tisch so schmal
Das Licht so hell
Es geht alles so schnell
Wie viel Zeit ist schon vergangen?
Ich bin gefangen
Durch Stangen am Bett
Na wie nett
Neben mir hängt mein Blut
Doch mir geht es gut
Ein Schmerz fühl ich zwar im Becken
Doch ich konnte neues Leben erwecken
Neben mir meine Mutter, die mir sagt ich liebe dich
Der Schmerz aus meinem Körper wich.

An dich gedacht

Den ganzen Tag und die ganze Nacht
Hab ich Angst um meine Schwester
Und ich frag mich was sie so macht
Sie ist doch mein Freund, mein bester
Wenn ich abends im Bett nicht schlaf
Und ich frag mich war sie denn brav?
Und in meinen Träumen
fliege ich vorbei an 1000 Bäumen
Und lande in ihrem Zimmer
Ich liebe sie auf immer.

Krankenhausessen

Was ist das bloß was auf meinem Teller liegt
Und wenn ich es erblicke sich biegt
Lebt das noch oder schon wieder
Da leg ich mich doch wieder nieder
Waschen die da unten sich denn die Finger
Oder aus was sind denn die Dinger
Ob das schon mal dar war
Na, ja guten Appetit Mama

Zusammenhalt unter Schwestern

Ich bin nur froh an einem Ort,
wo ein Telefon ist nur dort.
Da kann ich mit Steffi unter Schwestern
über all die dummen Jungen lästern.
Natürlich können wir auch tratschen
und ich kann in der Gegend rum latschen.
Es tut schon weh
Wenn ich sie nicht seh´.
Doch wir machen uns Mut.
Es wird schon alles gut.
Wir werden nie auseinander gehen,
weil wie stets füreinander stehen.

Man fühlt sich

Man fühlt sich komisch, man fühlt sich verlassen.
Man kann das alles noch gar nicht fassen.
Als wär man nicht mehr da.
Alle fragen:„ist mit Steffi alles klar?“.
Man fühlt sich vergessen.
Man kann sich nicht mehr mit ihr messen
mit dem Geschwisterkind
und man fragt den Wind,
muss ich mir erst wehtun,
damit man fragt wie geht’s dir nun?
Man kann es noch nicht fassen,
dass man sich fühlt verlassen.

Im Gesicht

Blaue Flecken im Gesicht
Das Wissen was, haben wir nicht
Als dann die Erkennis kam
Und das Schicksal wieder seinen Lauf nahm
Da war groß die Not
Wir dachten es wäre alles in Lot
Kleine Tränen im Gesicht
Warum so gestraft, wissen wir nicht
Es wird alles gut
Wir haben Mut.